Drachenblut - Sangre de Grado

Der in Südamerika, vorwiegend in in den Regenwäldern Amazoniens verbreitete Drachenbaum mit ausladender Krone wächst etwa 10-20 Meter hoch und sondert bei Verletzungen der Baumrinde ein rotfarbenes Harz ab, das zu den Oleoresinen gehört. Die rote Farbe gab dem Harz seinen Namen: Drachenblut. Das rote Harz wird aus drei verschiedenen Baumarten gewonnen: Croton lechleri, Croton salutaris und Croton planostigma, die jedoch alle zur gleichen Familie der Wolfsmilchgewächse gehören.

Zur Gewinnung des Baumharzes wird die Rinde v-förmig eingeritzt und der rote Saft in einem Behälter aufgefangen. Die gleiche Prozedur wird auch bei der Gewinnung von Naturlatex angewendet. Beim Kontakt mit Luft verhärtet das rote Harz schnell und bildet eine Kruste. Durch zusätzliches Verdampfen und Zerkleinern entsteht der Drachenblut-Extrakt in Pulverform.

Die Ureinwohner Amazoniens nutzen das Harz traditionell für verschiedene medizinische Anwendungen. Ihm wird zudem eine antibakterielle, antifungizide und antikanzerogene Wirkung nachgesagt. Der bittere Geschmack wirkt zudem appetitanregend.

In wissenschaftlichen Untersuchungen wurde festgestellt, dass das rote Harz des Drachenbaumes Steroide, Cumarine, Alkaloide, Flavanoide, Tannine, Saponine, Vitamine (A, C und E) sowie verschiedene Proteine enthält.
Drachenblut gilt als Naturheilmittel und kann mit ein wenig Wasser vermischt oral eingenommen oder direkt auf eine äußere Wunde aufgebracht werden. Drachenblut hat keine toxischen Inhaltsstoffe und es wurden auch keine unerwünschten Nebeneffekte beobachtet.

Drachenblut gibt es in flüssiger oder getrockneter Form. Als Extrakt ist Drachenblut beispielsweise in Zahnpasta oder als Zusatz in Pflaster-Sprays enthalten. Drachenblutpulver wird auch in der Aromatherapie verwendet oder Weihrauch zugesetzt.

Das amerikanische Pharma-Unternehmen Shaman Botanicals hat bereits zwei Medikamente auf der Grundlage der Wirkstoffe des Drachenblutes entwickelt und patentieren lassen. Dabei wird die antivirale Wirkung des Drachenbaumharzes genutzt.

Da die weltweite Nachfrage nach Drachenblut steigt, werden die Drachenbäume Croton Lechleri in den Amazonas-Anrainerstaaten Brasilien, Peru und Kolumbien in Baumschulen angebaut, in denen die Bäume nachhaltig angezapft werden und das Drachenblut der industriellen Verarbeitung zugeführt wird.

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